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Ratgeber

Was kostet eine Alarmanlage mit Einbau?

Eine Einbruchmeldeanlage für ein Einfamilienhaus kostet mit Einbau 1.600 – 4.800 €, eine Videoüberwachung mit zwei bis drei Kameras 750 – 1.900 €. Der Unterschied innerhalb der Spanne entsteht fast vollständig durch die Zahl der überwachten Öffnungen, nicht durch die Marke der Zentrale. Alle Zahlen auf dieser Seite sind die Richtpreise von RTC-Service aus Waghäusel-Kirrlach, Stand September 2026.

Die Richtpreise im Überblick

Das sind keine Lockpreise und keine Katalogwerte, sondern die Spannen, in denen unsere Aufträge tatsächlich liegen – einschließlich Montage, Inbetriebnahme und Einweisung.

Was eine Alarmanlage kostet – Richtpreise RTC-Service, Stand September 2026
Leistung Wofür typisch Richtpreis mit Einbau
Einbruchmeldeanlage Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, größere Wohnung 1.600 – 4.800 €
Videoüberwachung 2–3 Kameras Eingang, Hof, Garten – privat 750 – 1.900 €
Videoüberwachung 4–6 Kameras Mehrfamilienhaus, kleiner Betrieb 1.900 – 4.800 €
Videoüberwachung 7–12 Kameras Lager, Betriebsgelände, größeres Objekt 4.500 – 11.000 €
Rauchmelder 3–5 Stück Wohnung, Pflicht nach Landesbauordnung 280 – 650 €
Wohnungsbrandschutz komplett Alle Räume, vernetzt, mit Protokoll 900 – 2.200 €
Brandmeldeanlage Gewerbe Nach DIN 14675, mit Aufschaltung 2.800 – 9.000 €

Alle Preise einschließlich Material, Montage und Inbetriebnahme, ohne Umsatzsteuer-Ausweis in dieser Darstellung. Verbindlich ist das schriftliche Angebot nach der kostenlosen Besichtigung.

Warum die Spanne so breit ist

Zwischen 1.600 € und dem oberen Ende liegt der Faktor drei. Das klingt nach Willkür, ist aber gut erklärbar – und Sie können vorher abschätzen, wo Sie landen:

  • Die Zahl der Öffnungen ist der größte Posten. Jedes Fenster und jede Tür im Erdgeschoss braucht einen Kontakt. Ein Bungalow mit vierzehn Öffnungen kostet mehr als ein Reihenhaus mit sechs.
  • Funk oder Kabel. Im bewohnten Bestand ist Funk fast immer die richtige Wahl; eine Drahtanlage bedeutet Schlitze, Putz und mehrere Montagetage. Der Aufpreis steckt in der Arbeitszeit, nicht in der Technik.
  • Außenhaut oder Innenraum. Eine Anlage, die schon beim Öffnen des Fensters auslöst, braucht mehr Melder als eine, die erst den Bewegungsmelder im Flur erreicht – ist dafür aber früher dran.
  • Zusätzliche Gefahren. Rauch, Wasser, Gas oder ein Überfallknopf lassen sich in dieselbe Zentrale einbinden. Jeder Melder kostet, aber deutlich weniger als eine zweite Anlage.
  • Bedienung. Ein Bedienteil an der Haustür reicht meist; zwei Zugänge bedeuten zwei Bedienteile.

Was den Preis kaum bewegt: die Marke der Zentrale. Die Technik etablierter Hersteller unterscheidet sich in dieser Klasse wenig; teuer wird eine Anlage durch ihren Umfang, nicht durch ihr Logo.

Was nach dem Einbau noch kostet

Die Anschaffung ist die eine Hälfte. Wer ehrlich rechnet, nimmt diese Posten dazu – sie fallen bei jeder Anlage an, egal von wem:

  • Wartung. Melder verstauben, Batterien altern, Kontakte verstellen sich. Eine Anlage, die niemand prüft, meldet im Ernstfall womöglich nichts. Bei Anlagen mit Versicherungsauflage schreibt der Vertrag das Intervall vor; ohne Auflage empfehlen wir eine jährliche Prüfung.
  • Batterien im Funkbetrieb. Die Melder melden ihren Ladezustand selbst. Der Wechsel ist kein Notfall und lässt sich zur Wartung mitnehmen.
  • Aufschaltung auf eine Leitstelle. Wenn gewünscht, ein laufender Vertrag direkt mit der Notruf- und Serviceleitstelle – nicht mit uns. Ohne Aufschaltung meldet die Anlage per App an Sie und an bis zu drei weitere Personen, das kostet nichts.
  • Strom. Vernachlässigbar; eine Zentrale liegt im Bereich weniger Watt.

Und was Sie zurückbekommen: 20 Prozent der Arbeitskosten sind nach § 35a EStG von der Steuer absetzbar, höchstens 1.200 € im Jahr – Voraussetzung sind eine Rechnung und die Überweisung, Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an. Der KfW-Zuschuss 455-E existiert nicht mehr; weiter läuft der KfW-Kredit 159, der Einbruch- und Überfallmeldeanlagen ausdrücklich einschließt. Den Antrag stellen Sie vor der Beauftragung über Ihre Hausbank. Ausführlich steht das auf der Seite zur Sicherheitstechnik.

Wo man sparen kann – und wo nicht

Es gibt sinnvolle Wege, den Preis zu drücken. Und es gibt drei, die sich rächen.

  • Sinnvoll: in Stufen bauen. Erdgeschoss und Terrassentür zuerst, Obergeschoss später – eine Funkanlage lässt sich jederzeit erweitern, ohne dass Arbeit doppelt anfällt.
  • Sinnvoll: mit anderen Arbeiten bündeln. Wenn ohnehin Elektroarbeiten anstehen, liegen Leitungswege und Gerüst schon da.
  • Sinnvoll: vorher die kostenlose polizeiliche Beratung in Anspruch nehmen. Wer weiß, was er braucht, kauft nicht zu viel.

Und die drei, die teuer werden:

  • An den Öffnungen sparen. Eine Anlage, die das Kellerfenster auslässt, schützt das Haus nicht – sie schützt den Rest des Hauses.
  • Die Melderpunkte nach Katalog setzen lassen. Fehlalarme entstehen fast immer hier: ein Bewegungsmelder gegen ein sonnenbeschienenes Fenster, gegen eine Heizung oder in Reichweite der Katze. Eine Anlage, die zweimal grundlos auslöst, wird abgeschaltet – und dann war das ganze Geld umsonst.
  • Die Wartung weglassen. Der billigste Weg zu einer Anlage, die im Ernstfall schweigt.
Häufige Fragen zum Preis

Kurz beantwortet

Was kostet eine Alarmanlage für ein Einfamilienhaus?

1.600 bis 4.800 € mit Einbau. Ein durchschnittliches Haus mit sechs bis acht gesicherten Öffnungen im Erdgeschoss liegt in der Mitte dieser Spanne. Nach oben geht es mit jeder weiteren Öffnung, mit einer Drahtanlage statt Funk und mit zusätzlichen Meldern für Rauch oder Wasser.

Was kostet eine Alarmanlage für eine Wohnung?

Deutlich weniger als ein Haus, weil weniger Öffnungen zu sichern sind – häufig nur Wohnungstür, Balkontür und ein bis zwei Fenster. Für eine Wohnung im Obergeschoss, bei der es um das Sicherheitsgefühl und nicht um hohe Werte geht, sagen wir Ihnen auch offen, wenn ein Gerätesatz aus dem Handel ausreicht.

Was macht eine Alarmanlage teuer?

Vor allem die Zahl der überwachten Fenster und Türen – jede Öffnung braucht einen eigenen Kontakt. Danach kommt die Bauart: eine verkabelte Anlage im bewohnten Bestand bedeutet Schlitze und mehrere Montagetage. Die Marke der Zentrale spielt dagegen kaum eine Rolle.

Was kostet die Wartung einer Alarmanlage?

Wir nennen den Preis nach Größe der Anlage im Angebot, nicht pauschal – bei fünf Meldern ist es ein anderer Aufwand als bei zwanzig. Geprüft werden Funktion, Batterien, Meldebereiche und Sirene, dokumentiert wird das Ergebnis. Bei Anlagen mit Versicherungsauflage gibt Ihr Vertrag das Intervall vor.

Was kostet die Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle?

Diesen Vertrag schließen Sie direkt mit der Notruf- und Serviceleitstelle, nicht mit uns – die monatlichen Kosten und die Bedingungen für eine Intervention nennt Ihnen die Leitstelle. Wir bereiten die Anlage technisch dafür vor. Ohne Aufschaltung meldet sie per App an Sie und an bis zu drei weitere Personen; das kostet nichts.

Was kostet eine Videoüberwachung?

Zwei bis drei Kameras für Eingang, Hof und Garten liegen bei 750 bis 1.900 € einschließlich Rekorder und App-Zugriff. Vier bis sechs Kameras kosten 1.900 bis 4.800 €, sieben bis zwölf Kameras 4.500 bis 11.000 €. Der Sprung entsteht durch die Netzwerkverkabelung und den größeren Speicher.

Ist eine Alarmanlage aus dem Baumarkt nicht viel günstiger?

Ja, und für eine Mietwohnung ohne hohe Werte kann sie ausreichen – das sagen wir Ihnen auch. Sobald es um ein Haus mit ebenerdigen Fenstern, um Betriebsräume oder um eine Auflage des Versicherers geht, trägt sie nicht: Es fehlen Sabotageüberwachung, Fachplanung der Melderpunkte und jemand, der bei einem Fehlalarm nachts erreichbar ist. Für den KfW-Kredit ist Eigenleistung ohnehin nicht förderfähig.

Wird die Hausratversicherung mit Alarmanlage günstiger?

Das hängt vom Vertrag ab und ist von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden – pauschale Prozentangaben, die man dazu im Netz findet, sind nicht belegt. Fragen Sie vor der Beauftragung bei Ihrem Versicherer nach, ob und welche Anforderungen er stellt. Wir richten die Planung danach aus.

Gibt es Zuschüsse für eine Alarmanlage?

Den KfW-Zuschuss 455-E gibt es nicht mehr. Weiter läuft der KfW-Kredit 159, der Einbruch- und Überfallmeldeanlagen ausdrücklich einschließt – Antrag vor Vertragsabschluss über die Hausbank, Ausführung durch ein Fachunternehmen. Zusätzlich sind 20 Prozent der Arbeitskosten nach § 35a EStG absetzbar, höchstens 1.200 € im Jahr.

Bekomme ich einen Festpreis oder nur eine Spanne?

Einen Festpreis. Die Spannen auf dieser Seite dienen der Orientierung, bevor jemand bei Ihnen war. Nach der kostenlosen Besichtigung bekommen Sie ein schriftliches Angebot mit einer Zahl, in der Regel binnen 24 Stunden. Die Besichtigung selbst kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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