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Ratgeber

Was kostet es, die Elektroinstallation zu erneuern?

Eine neue Unterverteilung – also ein neuer Sicherungskasten mit Leitungsschutz und FI-Schutzschalter – kostet bei RTC-Service 900 – 2.200 €. Die komplette Neuinstallation einer Wohnung bis 60 m² liegt bei 3.200 – 6.500 €, darüber bei 5.800 – 13.000 €, jeweils nach VDE 0100 mit Prüfung und Unterlagen. Ob der neue Verteiler reicht oder die Leitungen neu müssen, entscheidet der Befund vor Ort. Alle Zahlen sind Richtpreise von RTC-Service aus Waghäusel-Kirrlach, Stand September 2026.

Die Richtpreise im Überblick

Das sind die Spannen, in denen unsere Aufträge tatsächlich liegen. Sie stammen aus derselben Preisliste wie unsere Angebote und wie der Rechner weiter unten. Die Wallbox steht mit in der Tabelle, weil sich spätestens bei einem neuen Großverbraucher wie ihr zeigt, ob die alte Elektrik noch mitspielt.

Was eine neue Elektroinstallation kostet – Richtpreise RTC-Service, Stand September 2026
Leistung Was dazugehört Richtpreis
Kleinarbeiten und Reparatur Steckdosen, Schalter, einzelne Leitungen, Fehlersuche 200 – 500 €
Unterverteilung erneuern Neuer Sicherungskasten, Leitungsschutz, FI-Schutzschalter 900 – 2.200 €
Elektro Wohnung bis 60 m² Vollständige Neuinstallation nach VDE, Verteiler, Dosen, Leitungen 3.200 – 6.500 €
Elektro Wohnung über 60 m² Große Wohnung oder Haus, komplette Neuinstallation 5.800 – 13.000 €
Wallbox für das E-Auto Ladestation, Zuleitung, Absicherung nach VDE, Anmeldung beim Netzbetreiber 750 – 1.400 €

Richtpreise für Privathaushalte und kleinere Gewerbeobjekte. Verbindlich ist das schriftliche Angebot mit Festpreis, das Sie in der Regel binnen 24 Stunden erhalten.

Woran man veraltete Elektrik erkennt

Ein Haus aus den Siebzigern hat eine Elektroinstallation, die für zwei Steckdosen je Raum und ein paar hundert Watt ausgelegt wurde. Heute hängen dort Induktionsfeld, Wärmepumpe, Wallbox und ein halbes Dutzend Dauerverbraucher. Die Anlage funktioniert trotzdem oft noch – bis sie es nicht mehr tut. Diese Anzeichen lassen sich ohne Messgerät erkennen:

  • Kein FI-Schutzschalter. Ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI, ist das Bauteil, das bei einem Stromschlag rechtzeitig abschaltet. In Altbauten fehlt er oft ganz oder sitzt nur vor dem Bad. Bei Erweiterungen ist er heute vorgeschrieben.
  • Schraubsicherungen im Verteiler. Wo noch Sicherungen mit Porzellankopf sitzen, ist die Anlage in aller Regel Jahrzehnte alt – und der Verteiler hat keinen Platz für die Stromkreise, die dazukommen sollen.
  • Zwei Adern statt drei. Alte Leitungen ohne separaten Schutzleiter lassen sich nicht regelkonform mit modernen Geräten betreiben. Das ist der Punkt, an dem aus einer Erweiterung eine Neuinstallation wird.
  • Mehrfachsteckdosen als Dauerzustand. Wo dauerhaft Steckdosenleisten aneinanderhängen, ist die Installation nicht mehr für ihre Nutzung ausgelegt. Das ist kein Komfortthema, sondern die häufigste Ursache für überlastete Leitungen.
  • Ein neues Großgerät kommt. Wallbox, Wärmepumpe, Klimaanlage oder Durchlauferhitzer brauchen eigene, ausreichend dimensionierte Stromkreise. Spätestens hier zeigt sich, ob der Verteiler noch mitspielt.

Muss eine alte Anlage erneuert werden? Eine bestehende Installation darf grundsätzlich weiterbetrieben werden, solange sie keine Gefahr darstellt. Anders wird es, wenn sie erweitert oder umgebaut wird: Dann gilt für den neuen Teil der heutige Stand, und dazu gehört der FI-Schutzschalter. Wer ohnehin eine Küche, ein Bad oder eine Wallbox plant, sollte deshalb die ganze Anlage ansehen lassen, bevor er einzelne Stromkreise anhängt.

Neuer Verteiler oder Neuinstallation?

Das ist die eigentliche Kostenfrage. Ein neuer Sicherungskasten kostet einen Bruchteil einer Neuinstallation – aber er macht alte Leitungen nicht neu. Die Tabelle zeigt, wann welcher Weg der richtige ist:

Unterverteilung erneuern oder komplett neu installieren – der Vergleich
Frage Neue Unterverteilung Neuinstallation
Was wird gemacht? Sicherungskasten, Leitungsschutz und FI-Schutzschalter werden ersetzt, die Leitungen bleiben Verteiler, Leitungen, Dosen und Schalter werden erneuert, die Stromkreise neu geplant
Wann reicht das? Die Leitungen haben einen Schutzleiter und sind in Ordnung, es fehlt Platz oder Schutz im Verteiler Leitungen ohne Schutzleiter, zu wenige Stromkreise, Umbau von Küche oder Bad
Was merkt man in der Wohnung? Wenig: Die Arbeit spielt sich am Verteiler ab Schlitze in den Wänden, die wieder verputzt werden; Räume nacheinander
Richtpreis 900 – 2.200 € 3.200 – 6.500 € bis 60 m²

Was daraus wird, hängt vom Befund ab: Manchmal reicht der neue Verteiler, manchmal ist die Neuinstallation der ehrlichere Weg. Beides sehen wir uns beim Ortstermin an, bevor irgendetwas beauftragt wird. Zwischenlösungen, die nach zwei Jahren wieder aufgemacht werden müssen, sind am Ende die teuerste Variante – dann wird dieselbe Wand zweimal geöffnet und derselbe Verteiler zweimal umgebaut.

So läuft eine Neuinstallation im bewohnten Haus

Eine neue Elektrik in einer Wohnung, in der jemand lebt, ist vor allem eine Frage der Reihenfolge. So gehen wir vor:

  1. 1

    Befund aufnehmen

    Verteiler, Leitungsart, vorhandene Schutzmaßnahmen, Zahl und Belegung der Stromkreise. Danach steht fest, ob ein neuer Verteiler reicht oder neu installiert wird – und das Angebot nennt einen Festpreis statt einer Spanne.

  2. 2

    Stromkreise planen

    Wo stehen Herd, Waschmaschine und Trockner, kommt eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder eine Klimaanlage dazu? Was jetzt mitgeplant wird, braucht später keine zweite Baustelle.

  3. 3

    Verteiler setzen

    Der neue Verteiler mit Leitungsschutz und FI-Schutzschalter kommt zuerst, damit die neuen Stromkreise gleich richtig angeschlossen werden. Arbeiten am Zählerplatz übernimmt der bei Netze BW eingetragene Partner.

  4. 4

    Leitungen, Dosen, Schalter

    Raum für Raum, damit der Rest der Wohnung nutzbar bleibt. Schlitze werden nach dem Verlegen wieder verschlossen.

  5. 5

    Prüfen und übergeben

    Die fertige Anlage wird geprüft, bevor sie in Betrieb geht. Sie bekommen die Unterlagen: welche Stromkreise wohin führen, wie der Verteiler belegt ist und dass die Anlage geprüft wurde.

Warum die Unterlagen so viel wert sind

Spätestens beim Verkauf des Hauses, bei einer Vermietung oder wenn Jahre später jemand anders daran arbeitet, sind sie der Unterschied zwischen einer nachvollziehbaren Anlage und Rätselraten hinter der Wand. Eine Elektrik ohne Unterlagen muss vor einer Erweiterung erst wieder nachvollzogen werden – und das kostet Zeit.

Wer am Zählerschrank arbeiten darf

RTC-Service führt Elektroarbeiten nach VDE 0100 aus – von der einzelnen Steckdose über die neue Unterverteilung bis zur Neuinstallation einer Wohnung. Arbeiten am Zählerplatz und alles, was hinter dem Hausanschluss ans Netz geht, dürfen dagegen nur Betriebe ausführen, die im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sind. Ohne diese Eintragung setzt der Netzbetreiber die Anlage nicht in Betrieb. Dafür arbeiten wir mit der FSH GmbH zusammen, einem bei Netze BW eingetragenen Installateur. Für Sie bleibt es ein Auftrag und ein Ansprechpartner.

Wo man sparen kann – und wo nicht

  • Sinnvoll: bündeln. Wenn ohnehin Küche oder Bad umgebaut werden, liegen die Wände offen – das ist der günstigste Moment für neue Leitungen.
  • Sinnvoll: Kleinigkeiten mitnehmen. Steckdosen, Schalter und einzelne Leitungen kosten als Kleinarbeiten 200 – 500 €; in Verbindung mit einem größeren Vorhaben braucht es dafür keinen zweiten Termin.
  • Sinnvoll: vorausplanen. Ein Stromkreis für die Wallbox, der beim Verteilertausch gleich mit vorgesehen wird, kostet später keine zweite Öffnung.

Und die zwei, die teuer werden:

  • Nur den Verteiler tauschen, obwohl die Leitungen alt sind. Der neue Sicherungskasten sieht gut aus, aber die Leitung ohne Schutzleiter dahinter bleibt, was sie ist.
  • Selbst anhängen. Ein zusätzlicher Stromkreis ohne passende Absicherung ist der Weg zu überlasteten Leitungen – und Arbeiten am Netz sind ohnehin eingetragenen Betrieben vorbehalten.

Was Sie zurückbekommen: 20 Prozent der Arbeitskosten sind nach § 35a EStG von der Steuer absetzbar, höchstens 1.200 € im Jahr – Voraussetzung sind eine Rechnung und die Überweisung, Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an. Unsere Rechnungen weisen den Arbeitsanteil deshalb getrennt aus.

Häufige Fragen zum Preis

Kurz beantwortet

Was kostet ein neuer Sicherungskasten?

Das Erneuern der Unterverteilung kostet 900 bis 2.200 € einschließlich neuem Sicherungskasten, Leitungsschutz und FI-Schutzschalter. Die Leitungen im Haus bleiben dabei, wie sie sind – deshalb reicht der neue Verteiler nur, wenn sie einen Schutzleiter haben und in Ordnung sind.

Was kostet es, eine Wohnung komplett neu zu verkabeln?

Bis 60 m² liegt die Neuinstallation bei 3.200 bis 6.500 €, für eine größere Wohnung oder ein Haus bei 5.800 bis 13.000 €. Darin stecken Verteiler, Leitungen, Dosen und Schalter nach VDE 0100, die Prüfung der fertigen Anlage und die Unterlagen.

Woran erkenne ich, dass meine Elektrik veraltet ist?

An Schraubsicherungen mit Porzellankopf im Verteiler, an einem fehlenden FI-Schutzschalter, an Leitungen mit zwei statt drei Adern und an Mehrfachsteckdosen, die dauerhaft aneinanderhängen. Spätestens wenn eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder eine Klimaanlage dazukommen soll, zeigt sich, ob der Verteiler noch mitspielt.

Muss ich eine alte Elektroinstallation erneuern lassen?

Grundsätzlich nicht, solange die Anlage keine Gefahr darstellt. Wird sie aber erweitert oder umgebaut, gilt für den neuen Teil der heutige Stand, und dazu gehört der FI-Schutzschalter. Wer eine Küche, ein Bad oder eine Wallbox plant, sollte deshalb die ganze Anlage ansehen lassen.

Was macht ein FI-Schutzschalter?

Der Fehlerstromschutzschalter ist das Bauteil, das bei einem Stromschlag rechtzeitig abschaltet. Er erkennt, wenn Strom einen Weg nimmt, den er nicht nehmen soll – etwa durch einen Menschen. In Altbauten fehlt er oft ganz oder schützt nur das Bad; bei Erweiterungen ist er heute vorgeschrieben.

Kann ich während der Neuinstallation in der Wohnung bleiben?

In aller Regel ja. Wir arbeiten Raum für Raum, damit der Rest der Wohnung nutzbar bleibt, und verschließen die Schlitze nach dem Verlegen wieder. Wann einzelne Räume oder der Strom kurz nicht zur Verfügung stehen, sprechen wir vorher mit Ihnen ab.

Wer darf am Zählerschrank arbeiten?

Nur Betriebe, die im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sind. Diese Arbeiten führen wir gemeinsam mit der FSH GmbH aus, einem bei Netze BW eingetragenen Installateur. Für Sie bleibt es ein Auftrag und ein Ansprechpartner.

Kann ich die Kosten für neue Elektrik von der Steuer absetzen?

Den Arbeitsanteil: 20 Prozent der Arbeitskosten sind nach § 35a EStG absetzbar, höchstens 1.200 € im Jahr. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Überweisung; Materialkosten zählen nicht dazu. Unsere Rechnungen weisen den Arbeitsanteil deshalb getrennt aus.

Reicht es, nur einzelne Räume neu zu machen?

Manchmal. Wenn die übrigen Leitungen einen Schutzleiter haben und der Verteiler Platz und FI-Schutz bietet, lässt sich etwa eine Küche oder ein Bad für sich erneuern. Hängen die neuen Räume dagegen an einer Anlage, die ohnehin fällig ist, zahlen Sie die Öffnung der Wände später ein zweites Mal.

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Befund statt Vermutung

Wir sehen uns Verteiler und Leitungen an, sagen Ihnen ehrlich, ob ein neuer Sicherungskasten reicht, und Sie bekommen ein schriftliches Angebot – in der Regel binnen 24 Stunden. Die Besichtigung kostet nichts.